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Entscheidung über Standort der Kemlade fällt im Sommer

Landrat und Leiter des Landesamtes für Bodendenkmalpflege auf Standortsuche

Klempenow/Mühlenhagen Eine Entscheidung haben Demmins Landrat Frieder Jelen (CDU) und Dr. Friedrich Lüth, Leiter des Landesamtes für Bodendenkmalpflege und Landeskonservator, gestern nach ihrem Besuch im Naturerlebnispark Mühlenhagen und in der Burg Klempenow noch nicht gefällt. Ihre Visite galt viel mehr einer Standorterkundung. Es geht jetzt darum zu prüfen, wo die im vergangenen Jahr bei Wodarg freigelegte mittelalterliche Kemlade originalgetreu als Modell aufgebaut werden könnte. "Das ist schon eine spannende Geschichte", meinte Jelen. "Wir überlegen gemeinsam, ob und wie wir den bedeutenden Fund in der Region wirksam werden lassen werden können." Plätze, die diese Wirkung garantieren, existieren nach Ansicht von Dr. Lüth und Jelen sowohl in Klempenow in Burgnähe, als auch im Naturerlebnispark in der Umgebung des Goldbaches.
An beiden Orten gebe es einen tätigen Verein und vorhandene Strukturen. "Beide sind von den Voraussetzungen gut gelegen. Wir prüfen jetzt sorgfältig, wo das Gesamtkonzept Kemlade von der naturräumlichen Lage her am besten hineinpasst", erklärte Dr. Lüth. Voraussichtlich im Sommer dieses Jahres werde die Entscheidung fallen, welcher Standort von beiden sich als der bessere eigne. Bis dahin, so der Landeschef der Bodendenkmalpflege, müssten jede Menge Vorarbeiten geleistet werden. So müsste beispielsweise das Modell einer Kemlade zunächst konzipiert und auch andere Ämter in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. "Es ist ja ein Eingriff in die Natur, der dann stattfinden wird", betont der oberste Bodendenkmalpfleger.
Jelens Vision ist es, für dieses Vorhaben möglichst viele Sponsoren zu gewinnen. Der Haushalt des Landkreises sollte damit nicht belastet werden. Auch Lüth unterstützt diese Idee. Das benötigte Holz müsste gesponsert werden. Der Landrat regte an, Handwerksburschen, die auf Wanderschaft seien, um sich berufliche Fähigkeiten anzueignen, für eine derartige Aufgabe zu gewinnen. Er kenne ein Projekt auf Rügen, das auf diese Weise verwirklicht wurde

Autor: Christiana Weinreich, 18.02.2004 
Quelle: Treptower Tageblatt .