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BURGENLAND
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ECKLENBURG-VORPOMMERN

Ehemalige Johanniter-Komturei Kraak

Im Jahre 1217 schenkten Gunzelin II. und Heinrich I., Grafen von Schwerin, dem Johanniter-Ritterorden das Dorf Szulow, später Zulistorp genannt, heute Sülstorf im Amt Rastow.
In der Folge entstand hier eine von drei Johanniter-Komtureien in Mecklenburg. Noch 1292 wohnten die Ordensritter in Sülstorf, aber zu Beginn des 14. Jahrhunderts zogen sie nach Kraak.
Eine Beschreibung aus dem Jahre 1610 macht den burgartigen Charakter ihres Hauses in Kraak deutlich: ”...lag in einem Teiche, war umher mit Pfählen und einem alten Walle eingefaßt...zu dem Hause führte ein Thor und eine Zugbrücke mit eisernen Ketten”.
Möglicherweise war es auf dem Gelände einer ehemals slawischen Burgwallanlage errichtet worden. Dafür spricht auch der Standort in einer feuchten Wiese am Bach.
Aus dem Jahre 1612 stammt eine Zeichnung des “alten Komthuratshauses” von Baumeister Piloot, der auch einen Entwurf zum Umbau des Hauses zu einem fürstlichen Jagdschloß vorlegte. Statt des Umbaus erfolgte jedoch ein Neubau in der Nähe. Leider ist sowohl vom Komthuratshaus als auch vom Jagdschloß nichts oberirdisches mehr erhalten.
Sehenswert sind aber noch heute die Kirchen in Kraak und Sülstorf.
Kraak und Sülstorf gehören heute zum Amt Rastow im Landkreis Ludwigslust. Man erreicht das Amt über die B 106, Abfahrten Fahrbinde, Lübesse oder Hasenhäge zwischen Schwerin und Ludwigslust oder über die B321 zwischen Schwerin und Hagenow, Abfahrt Besendorf oder Bandenitz.

Literatur: (36) Bd.1 S. 1-47, 176-178, 199-229, Bd. 9 S.238 und Bd. 38 S. 23-24  und (38)

Internet:    Amt Rastow  

Modell der Komthurei

Oben: Ein Modell, welches Schüler der Dr.-Ernst-Alban-Schule Rastow unter Anleitung von Frau Andrea Böhnke aus Anlaß der 775-Jahr-Feier von Kraak und Rastow nach der Pilootschen Zeichnung anfertigten.