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Dechow “Röggeliner Burg”

Ist das der Turmhügel ?

Die Röggeliner Burg am Südostufer des Röggeliner Sees ist nur noch als Bodendenkmal erhalten. Leider führt kein Weg von der Straße über das Feld, so daß ich nur vermuten kann, daß es sich bei dem mit Büschen bewachsenen Hügel um den Turmhügel handelt. Auf einer Informationstafel in Dechow wird auf einen weiteren Turmhügel am Westufer des Sees hingewiesen. Die folgenden Informationen bietet die Homepage des Amtes Rehna:

Die auf einer Halbinsel gelegene Burganlage gehörte mit einer Ausdehnung von 195 x 115 m zu den größten Ritterburgen des Fürstentums Ratzeburg. Die ohnehin natürliche Schutzlage der Halbinsel wurde durch ein System von Erdwällen und mit Wasser gefüllten Gräben verstärkt. Am landseitigen Zugang der Burganlage befand sich ein von einem 15 m breiten Graben und vorgelagertem Wall umschlossenen Burghügel mit einem Durchmesser von 55 m. Der genaue Zeitpunkt der Erbauung ist nicht bekannt. Als 1329 Johann von Lasbek ( identisch Johann von Röggelin) sein Dorf Röggelin an Johann von Bülow verkauft, ist eine Burg oder ein Hof nicht aufgeführt. Unter den Bülows, die von 1329-1399 auf Röggelin saßen, nahm der Ort einen großen Aufschwung. Hennecke von Bülow, der im letzten Drittel des 14. Jahrhunderts lebte, war einer der angesehensten und einflußreichsten Ritter des Landes. Es wird vermutet, daß er auch der Erbauer der Burganlage ist. 1399 wurde Röggelin bischöflicher Besitz. Im Jahre 1404 überließ Bischof Detlev aus finanzieller Not den Ort Hermann von Karlow. Dieser unternahm von der Burg aus mit seinen Knechten regelmäßig Raubzüge zu den Handelswegen der Lübecker Kaufleute. Zwischen 1410 und 1420 beschloß der Senat von Lübeck, dem Treiben der Raubritter ein Ende zu bereiten. Mit einer schlagkräftigen Truppe zog man los und stieß in der Nähe von Schönberg auf Karlow und seine Knechte. Bei diesem Kampf wurde Hermann Karlow erschlagen. Sein Sohn errichtete für ihn an der Nordseite der Schönberger Kirche ein Kreuz mit einer Inschrift. Darüber in den Stein gehauen war das Wappen der Karlows, ein sich aufrichtender Bär mit einem Halsring. Die Lübecker eroberten die Burg, verwüsteten den Hof Röggelin und raubten, was sie kriegen konnten. 1425 überfiel Bernd Plessen von Arpshagen die Burg und plünderte sie vollkommen aus. 1480 wurde sie abgebrochen und die Steine zum Kirchenbau in Demern verwandt. Noch heute kann man die Burganlage auf der Halbinsel im Röggeliner See erkennen.”